Fallstudie

AOTSP

Eine Fallstudie darüber, wie eine nischige Website für RPG-, Fantasy- und Sci-Fi-Communities Vertrauen in Conversion verwandeln kann.

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Hero-Bild der AOTSP-Fallstudie

Projekt: AOTSP

Jahre: 2025–2026

Lieferumfang: Website-Architektur, Nischen-Positionierung, narrative Markenwelt, verknüpfte Projektfälle

Rolle: Informationsarchitektur, Conversion-Framing, Markenarchitektur, Designrichtung

Was dieses Projekt zeigt

  • eine Website für Rollenspiel-, Fantasy- und Sci-Fi-Nischen, die ihre Zielgruppe nicht glättet, sondern ernst nimmt
  • Conversion durch kulturelle Passung statt durch generische Agentur-Sprache
  • eine Architektur, die Glyphhaus und SP/CTRL lesbar trennt, ohne die Welt zu zerreißen
  • konkrete Kundengewinnung: drei Anfragen von Menschen, die lange niemanden fanden, der ihre Szene versteht

Anfrage

AOTSP ist eine Website für eine sehr anspruchsvolle Nischenzielgruppe: RPG-Fans, Fantasy- und Science-Fiction-Nerds, Menschen, die Weltbau, Symbole, Spielsysteme und dichte Fiktionen lieben. Für diese Zielgruppe wäre eine geglättete Agentur-Site kein Vertrauenssignal, sondern ein Warnzeichen.

Die Aufgabe war deshalb nicht, die Seltsamkeit zu entschärfen. Die Aufgabe war, sie in eine lesbare, navigierbare und kaufbare Form zu bringen: eine Site, die wie aus ihrer Kultur heraus gebaut wirkt und genau dadurch aus Besuchenden Kundschaft machen kann.

Zielgruppe und Conversion

AOTSP funktioniert als Conversion-Fall, weil das Projekt seine Zielgruppe nicht belehrt und nicht übersetzt, als wäre sie zu speziell für ernsthafte Kundenarbeit. Die Site spricht dieselbe kulturelle Sprache wie ihre Besuchenden: Symbolik, Fraktionen, Artefakte, Spiellogik, Portal-Metaphern und eine Welt mit innerer Verfassung.

Genau diese Präzision war verkaufsstark. Die Site zog drei Kunden an, die lange niemanden fanden, der ihre Bedürfnisse ernst nahm oder ihre Szene überhaupt verstand. Das ist der eigentliche Beleg: Vertrauen entstand nicht trotz der Nische, sondern durch sie.

Architektur

Der strukturelle Kern ist die sichtbare Trennung zwischen Glyphhaus und SP/CTRL. Glyphhaus trägt die narrative, ästhetische und bildhafte Arbeit. SP/CTRL trägt Tools, Workflows, Protokolle und Infrastruktur. Diese Teilung macht die Welt lesbar, ohne ihren Reiz zu brechen.

Dadurch wird die Site nicht zu einem chaotischen Fandom-Archiv, sondern zu einer navigierbaren Markenarchitektur. Besuchende können sofort lesen, welche Art von Arbeit hier existiert, und gleichzeitig spüren, dass sie von jemandem gebaut wurde, der Spiele, Szenen und Fanlogik von innen kennt.

Warum das wichtig ist

AOTSP ist ein nützlicher Fall, weil er zeigt, dass Websites für kulturell dichte Nischen nicht generischer werden sollten, um zu konvertieren. Sie müssen präziser werden. Je stärker die kulturelle Passung, desto eher entsteht das Gefühl: Diese Person versteht uns wirklich.

Gerade für Board Games, Street Games, Fantasy-Marken, Indie-RPGs und verwandte Projekte ist das ein harter Vorteil. Die Site verkauft nicht nur Stil. Sie verkauft Zugehörigkeit, Verständnis und die Fähigkeit, für schwierige Zielgruppen glaubwürdig zu gestalten.