Was dieses Projekt zeigt
- Constraints, die eine kohärente Holzschnitt- und Gravur-Sprache über sehr unterschiedliche Motive hinweg gehalten haben
- Auswahldisziplin statt Prompt-Jagd
- Integration generierter Kandidaten in ein fertiges Kartensystem
- editoriale Konsistenz über ein langes Publikationsartefakt hinweg
- eine wiederholbare Pipeline, die unter Skalierung funktioniert


Anfrage
Numinous Current Tarot ist ein säkulares Deck für Aufmerksamkeit, Klarheit und das alltäglich Seltsame. Die Herausforderung war nicht, ein paar starke Bilder zu erzeugen. Es ging darum, eine vollständige visuelle Welt zu liefern: ein 78-Karten-Deck, ein Handbuch und einen 400-seitigen Kurs, die alle demselben System angehören.
Das Ergebnis musste gestaltet wirken, nicht bloß generiert. Das bedeutete, KI als Kandidatenmaschine zu behandeln und Richtung, Ausschluss, Auswahl und Integration als eigentliche gestalterische Arbeit zu verstehen.
Workflow
Jede Karte folgte einer wiederholbaren Schleife: Mikro-Anfrage, Kandidatengenerierung unter strengen Stil-Constraints, Kuratierung mit hoher Ausschussquote, Auswahl und Integration in das Kartensystem. Die Leitregel war einfach: Konsistenz schlägt Neuheit.
Die Prompts waren bewusst formelhaft. Ein stabiler Basisprompt hielt das Deck kohärent, während sich nur kontrollierte Variablen änderten: Motiv, Farbe und kartenspezifische Hinweise.


Designsystem
Das Deck funktioniert, weil das Template stabil ist: konsistente Header, Rahmen, Nummerierung, Monogrammplatzierung und Suit-Logik. Diese Stabilität verwandelt eine Sammlung von Bildern in ein publizierbares System, das Skalierung überlebt.

Editoriale Integration
Dieselbe visuelle Logik reicht in Handbuch und Kurs hinein. Hier scheitern viele KI-lastige Projekte: nicht bei der Bildgenerierung, sondern an Layout-Disziplin. Hier bleiben die langen Seiten gestaltet, durch Typografie, Abstände und Bildintegration, die das Lesen unterstützt statt es zu kapern.


